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Bambus Terrassendielen

Eine gute Alternative?

Holz – insbesondere Tropenholz – und Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe (WPC) gehören zu den beliebtesten Materialien, wenn es um Terrassendielen geht. Vor allem der Naturwerkstoff hat sich durchgesetzt, strahlt er doch viel Wärme aus und ist authentisch sowie lange haltbar. Bei der Entwicklung neuer Produkte als Belag für die Terrasse kam vor einigen Jahren außerdem Bambus ins Spiel. Das Süßgras ist für sein außerordentlich schnelles Wachstum bekannt. Dabei bindet die Pflanze – wichtig: kein Baum! – eine Menge Kohlenstoffdioxid (CO2). Doch reichen diese beiden Eigenschaften aus, um als Werkstoff für Terrassendielen zu überzeugen? Im heutigen Beitrag schauen wir uns Bambus mal ein wenig genauer an und finden heraus, ob es eine geeignete Alternative zu Holz darstellt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Bambus überhaupt?
  2. Die Herstellung von Bambus Terrassendielen
  3. Die Vorteile von Bambus Terrassendielen
  4. Die Nachteile von Bambus Terrassendielen
  5. Unser Fazit zu Bambus Terrassendielen

1. Was ist Bambus überhaupt?

Wie bereits eingangs erwähnt: Bambus ist kein Holz, sondern ein Süßgras. Es gibt allerdings verholzende Arten. Die Pflanze gehört zu den am schnellsten wachsenden weltweit. Einige Bambusarten legen innerhalb von 24 Stunden bis zu einem Meter zu. Sehr zur Freude von Pandabären, denn die Sprossen des Grases sind bekanntlich ihr Lieblingsessen. Sie vertilgen bis zu 20 Kilogramm davon am Tag. Zu den natürlichen Verbreitungsgebieten von Bambus gehören alle Erdteile außer Europa und die Antarktis. Das Gewächs mag es nämlich warm und kommt mit unserem europäischen Winter nicht klar. Seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es aber einen Bambuswald in Frankreich, der öffentlich zugänglich ist.

Bambus wächst nicht nur sehr schnell, sondern wird je nach Sorte auch sehr hoch. Die größten Bambusarten erreichen bis zu 30 Meter; die kleineren um die 30 Zentimeter. Genutzt wird die Pflanze in vielerlei Hinsicht: als Lebensmittel, und zwar nicht nur für Pandas, im Gartenbau, als Baustoff, für die Herstellung von Gebrauchsgegenständen, Stoffen und Textilien und vieles mehr. Das Ansehen des Werkstoffs ist übrigens von Kontinent zu Kontinent ganz unterschiedlich: In Asien gilt Bambus häufig als Holz der armen Leute; in Europa genießt es als exotisches Material dagegen ein hohes Ansehen und findet bei der Gestaltung exklusiver Innenräume Verwendung.

2. Die Herstellung von Bambus Terrassendielen

Doch zurück zur Terrasse. Anders als bei Holz kann aus Bambus kein ganzes Stück geschnitten werden. Vielmehr geht es darum, die einzelnen Fasern des Grases zu einem Balken zusammenzupressen. Dafür wird das Material in einem ersten Schritt thermisch, meist mit Wasserdampf, behandelt, damit es den Anforderungen im Außenbereich überhaupt standhält. Dieses Vorgehen ist ähnlich wie bei der Herstellung von Thermoholz. Durch das sogenannte Karbonisieren verliert Bambus seinen von Natur aus sehr hellen Farbton und zeigt sich nun von einer deutlich dunkleren Seite. Anschließend werden die einzelnen Fasern in Phenolharz getränkt und danach in eine Presse gelegt, um dort unter sehr hohem Druck zu einer Diele geformt zu werden. Fertig ist das Ausgangsmaterial für Bambus Terrassendielen, das nun weiter bearbeitetet werden kann.

Gut zu wissen: Jede auf diese Weise hergestellte Bambus Terrassendiele besteht also aus bis zu 30 Prozent Phenolharz. Um ein reines Naturprodukt handelt es sich also nicht. Diese Tatsache möchten wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten.

3. Die Vorteile von Bambus Terrassendielen

Es gibt eine Handvoll guter Gründe, die für Bambus Terrassendielen sprechen. Als erstes muss die hervorragende Ökobilanz genannt werden. Bambus bindet unglaublich viel CO2 und wächst sehr schnell. Die Pflanze wird beim Abbau nicht zerstört und wächst wieder nach. Für das Wachstum benötigt sie aufgrund ihrer Strapazierfähigkeit weder Dünger noch Pestizide. Damit hat der Anbau kaum negative Auswirkungen auf die Umwelt. Im Vergleich zu Holz muss außerdem hervorgehoben werden, dass Bambus Terrassendielen weniger stark und deutlich langsamer vergrauen. Durch die Sonneneinstrahlung werden sie eher heller als dunkler oder grau. Des Weiteren müssen sie lediglich ein- bis zweimal im Jahr mit einem speziellen Öl für Bambus nachbehandelt werden und erstrahlen dann wieder in frischem Glanz.

Aufgrund der thermischen Behandlung sind Bambus Terrassendielen sehr formstabil sowie hart und neigen so gut wie gar nicht zum Schwinden und Quellen. Bei der Verlegung müssen den Fugen deshalb nicht so viel Platz eingeräumt werden wie bei Dielen aus Holz. Ein weiterer Pluspunkt: Bei Bambus werden keine Inhaltsstoffe ausgewaschen, die Sorge vor Verfärbungen ist unbegründet. Zu guter Letzt: Bambus Terrassendielen sind im Vergleich zum Naturwerkstoff Holz deutlich günstiger beziehungsweise kosten ungefähr so viel wie Terrassendielen aus der heimischen Lärche. Die attraktiven Preise des Süßgrases sind vor allem auf das schnelle Wachstum zurückzuführen.

4. Die Nachteile von Bambus Terrassendielen

Wo viele Vorteile, da auch Nachteile … oder nicht? Doch, Bambus hat auch seine Schattenseiten, sodass es nur fair ist, Sie darüber ebenfalls in Kenntnis zu setzen. So wird die vermeintlich hohe Nachhaltigkeit der Pflanze beispielweise dadurch geschmälert, dass Bambus hierzulande nicht wächst und lange Transportwege zurücklegen muss. Im Vergleich zu heimischen Hölzern ist die CO2-Bilanz deshalb schlechter. Dasselbe gilt übrigens für alle Tropenhölzer. Weiterhin werden Bambus Terrassendielen der Bezeichnung Naturprodukt nicht gerecht, denn sie enthalten künstliche Inhaltsstoffe wie etwa Phenolharz und Kleber. Je nachdem, wo die Dielen hergestellt werden, kann es sogar zu gesundheitsschädlichen Ausdünstungen kommen. Beim Kauf sollten Sie diesem Aspekt auf jeden Fall ausreichend Beachtung schenken.

Die ersten Bambus Terrassendielen kamen vor ungefähr 15 Jahren auf den Markt. Langzeitstudien zur Haltbarkeit liegen deshalb noch nicht vor. Doch die Produktionsverfahren und -technologien verbessern sich kontinuierlich. Mittlerweise erfüllen einige Produkte sogar die Bedingungen für die Dauerhaftigkeitsklasse 1 und werden vom Hersteller mit 25 Jahren Garantie ausgestattet. Beim Kauf lohnt sich also ein Blick auf die Produktbeschreibungen und Zertifikate sowie die Investition in nachweisbare Qualität. Denn wie so oft gilt auch im Bereich der Bambus Terrassendielen: Im seltensten Falle sind die günstigsten Angebote die besten. Übrigens ist die immense Härte der faserverpressten Dielen Segen und Fluch zugleich. Bei der Verlegung kann Sie Ihnen zu schaffen machen. Stellen Sie sich auf ein mehrfaches Vorbohren ein – oder wählen Sie eine Variante, bei der die Befestigung mit Klammern erfolgt.

5. Unser Fazit zu Bambus Terrassendielen

Vielleicht haben Sie es schon bemerkt: Im Onlineshop der Holz Terrassendielen Remise gibt es keine Bambus Terrassendielen. Wir haben die Vor- und Nachteile gut abgewogen und sind zu dem Entschluss gekommen, dass sie im Vergleich zu Produkten aus Holz für unseren – und Ihren? – Geschmack zu wenig Vorzüge mitbringen. Da unser Ziel darin besteht, Ihnen Terrassenbeläge von langer Haltbarkeit und bester Qualität anzubieten, beschränken wir uns auf Dielen, von denen wir nach vielen Jahren Expertise auf diesem Gebiet zu einhundert Prozent überzeugt sind. Dies liegt vor allem daran, dass Bambus ohne massiven Einsatz von Chemie im Freien anfängt zu schimmeln.

Stattdessen können Sie in unserem Sortiment eine Vielzahl an Terrassendielen aus heimischen und tropischen Hölzern entdecken. Wir führen Produkte aus Eiche, Lärche, Douglasie und Thermoesche genauso wie Dielen aus Ipe, Massaranduba, Garapa, Cumaru Red und Braun sowie Bangkirai. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Holzarten können Sie den einzelnen Sortimentsseiten und den Produktbeschreibungen entnehmen.

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